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Großes Umgebindehaus
Dieses große Umgebindehaus wurde in den letzten überwiegend modernisiert und renoviert. So wurden beispielsweise die historis...

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Stiftung Umgebindehaus
Ernst-Thälmann-Straße 42
02727 Ebersbach-Neugersdorf
OT Neugersdorf

Bürozeiten:
Mo. / Di. / Do. 09.00 - 16.00 Uhr
(Bitte möglichst nach telef. Absprache.)

Beratungstermine vor Ort: Mittwoch
und Freitag nach Vereinbarung

Drei wertvolle Häuser der Holzbauweise des 17. Jahrhunderts sind im Stadtkern erhalten geblieben:

- Museum Pfefferküchlerei - um 1650
- Alte Kirchschule von 1676
- Handwerkerhaus am Mühlberg 1651

Letzteres ist das älteste bekannte Umgebindehaus in Geschossbauweise im Landkreis Bautzen.

1651 Errichtung eines zweizonigen Hauses mit Blockstube.

1722 Abriss und Anbau einer Hauszone nach Norden.

1787 Das Haus überlebt den Stadtbrand bei dem 95 Gebäude verloren gingen.

~1790 Christian Heinrich Hänsel, Holz- und Lederhändler, sowie Stadtrat in Weißenberg erwirbt das Haus.

1821 erwirbt der Bürger Johann Gottlieb B. Hänsel, Holz- und Lederhändler sowie Stadtrat das Haus für 300 Taler. Später wird er Schuhmachermeister. Sein Sohn C. H. Hänsel wird Postverwalter i. W..

1863 kauft J. Gottfried Herrmann, Mühlenbesitzer in Obercunewalde das Grundstück. Gleichzeitig tritt das Vorkaufsrecht für J. Ernst Kretschmar, Sohn des Mühlenbesitzers Kretschmar in Weißenberg in Kraft. In dieser Zeit wird die Blockstube mit Mauerwerk ersetzt. Die barock verzierten Deckenbalken blieben bis heut erhalten.

1886 erwirbt Anna verw. Herrmann Anteile am Haus. Weitere drei Generationen der Familie Herrmann übernehmen das Haus 1919, 1965 und 1983.

 

2007 erwirbt Frau Christine Müller das alte, unbewohnte Gebäude.

2009 sah man noch nichts von der alten Schönheit und der seltenen Holz Konstruktion, die unter dem dicken Kalkputz verborgen war. Es erfolgte dann der Kauf des bauhistorisch wertvollen Hauses durch die Stiftung Umgebindehaus. Es war die letzte Möglichkeit das Haus zu retten. Die Eigen-tümerin Frau Müller überließ es der Stiftung für einen symbolischen Euro. Herzlichen Dank dafür.

Eine Anschubfinanzierung von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) half die ersten schwierigen Sicherungsarbeiten gemeinsam mit Spendengeldern, die bei der Stiftung eingegangen waren umzusetzen.

2010 werden die bauhistorischen Untersuchungen im Außen- und Innenbereich abgeschlossen. Die interessanten Ergebnisse liegen in einer Dokumentation vor. Im Innenbereich wird auch ein Teil der originalen sogenannten "Schwarzen Küche" im Flur freigelegt. Ein beeindruckender Fund, der auch zukünftug sichtbar erhalten bleibt.

Auch 2011 wird die 48h-Aktion durchgeführt.

2011 Die Zimmerei Klippel aus Beiersdorf ergänzt zuverlässig und fachgerecht die verschlissenen Fachwerkbauteile an der Fassade.

2012 Durch die Dachdeckerfima Reichel aus Zschorna wurden mehr als 6000 historische Dachsteine in Kronendeckung verlegt. Baufirma Radisch aus Weißenberg setzte einen neuen Schornstein auf und ergänzte historische Mauerwerksteile.

Wie jedes Jahr wurde im Rahmen der "48-Stunden-Aktion" der Jugend mit Schülern der Freien Mittelschule Weißenberg am Haus gearbeitet. Umgebindehaus-Beauftragter Arnd Matthes erklärte wie Holzstaken und Stroh-Lehmgemisch verarbeitet werden. Die Lehmbaufirma Pohl aus Steinigtwolmsdorf war auch mit dabei und spendierte zusätzlich noch einige Kübel Lehm.

Die verbliebenen Schönheitsfehler an der Lehmfassade wurden 2013-16 beseitigt. Im Rahmen der 48h-Aktion haben die Schüler der Mittelschule Weißenberg in den zurückliegenden Jahren fleißig Hand angelegt.

Ab 2016 steht das Umgebindehaus nun für eine Nutzung als Pilgerherberge bereit. Der Bedarf ist da, denn jährlich durchwandern etwa 1000 Pilger die historische Kleinstadt Weißenberg auf dem hier vorbeiführenden Jacobsweg.

Baukosten Stand 20.5.2016:

Bauuntersuchung: 500,- EUR
Fachwerkinstandsetzung: 21.000,- EUR
Dachsanierung: 17.000,- EUR
verschiedene Bauleistungen: 2.000,- EUR
Fenster / Türen: 2.000,- EUR
Mauerer- u. Putzarbeiten: ....
Sanitär / Elt: ...
Innenausbau: ...

97.500 Euro wurden bisher investiert.

Unser Ziel war es unter 100.000 EUR Investitionskosten zu bleiben, um zu zeigen, dass denkmalgerecht sanieren nicht immer Luxus Sanierung sein muss.

Der größte Teil der Baukosten wurde über Spendensammlungen eingeworben. Besonders die Initiativen von Frau Kern und Herrn Kuppler in Deckenpfronn, sowie der Ostsächsische Sparkassenverband und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt seien hier genannt.

Herzlichen Dank.

Mit dem Kennwort: "Mühlberg 10 Weißenberg" können Sie unser Projekt weiter unterstützen und die letzte offene Maßnahme, die Herstellung des Erdgeschoss-Außenputzes fördern.